KATI BLUMENSTEIN ART

Die BLINDZEICHNUNG als kreative Triebfeder

Das Herzstück meiner Arbeit ist die Technik der Blindzeichnung. Dabei entsteht die Vorskizze für jedes Bild in einer einzigen, ununterbrochenen Linie, ohne dass ich auf den Bildgrund schaue. Als Ausgangspunkt dient mir oft ein Foto, doch das Ergebnis ist stets eine abstrakte und intuitive Interpretation. Diese Methode ermöglicht einen direkten, unzensierten Ausdruck meiner inneren Empfindungen im Moment des Schaffens.


Mehr von meiner Kunst entdecken.


© Kati Blumenstein 2026 - Alle Rechte vorbehalten.

„Die Welt des Unsichtbaren, gibt uns den Schlüssel für die Welt des Sichtbaren."

- Paul Claudel

Dieses Zitat ist nicht nur eine Inspiration – es beschreibt auch meine künstlerische Intention. Für mich ist die Blindzeichnung weit mehr als eine Technik; sie ist der magische Schlüssel, sich Unsichtbares zu erschließen. Mein Ziel ist niemals die bloße Abbildung, die fotorealistische Oberfläche. Meine Kunst soll vielmehr berühren, sie soll gesellschaftliche Risse offenbaren und die verschiedenen Facetten der menschlichen Seele fühlbar machen. Es ist eine Einladung, hinter den Schleier des Offensichtlichen zu blicken und die wahre Essenz unserer Existenz zu spüren.

© Kati Blumenstein 2026 - Alle Rechte vorbehalten.

Eine Reise ins Innere

In meinen Bildern setze ich mich mit gesellschaftspolitischen und psychologischen Themen auseinander. Mich faszinieren gesellschaftliche Dynamiken ebenso wie die verborgenen Seelenlandschaften eines Individuums. Somit zeigen meine Werke häufig soziale Realitäten, psychologische Belastungen und verborgene Konflikte.

Meine Porträts zielen darauf ab, mehr als nur die äußere Hülle zu zeigen – sie sind ein Versuch, das Unsichtbare durch meine subjektive Wahrnehmung sichtbar zu machen.

Emotionen und innere Zustände werden sichtbar und sollen den Betrachter zum Nachdenken über seine eigene Wahrnehmung anregen. Kunst dient somit für mich als Mittel für Empathie und Austausch.



MOTHER & CHILD, 2024

Acrylfarbe, Tusche auf Karton, 30 x 32 cm

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Einblick in den kreativen Prozess -
vom Zufall zur bewussten Gestaltung

Betrachtung der Vorlage - verdeckter Bildgrund - intuitiver Linienfluss - Enthüllung des Zufalls

Das Auge scannt das Motiv, z.B. ein Foto, und verinnerlicht die Formen. Die Leinwand oder das Papier ist während des Zeichnens nicht sichtbar. Die Hand überträgt die Wahrnehmung in einer einzigen, fließenden Linie. Das Ergebnis ist eine abstrakte, emotionale Momentaufnahme.

Es ist ein Prozess des Loslassens und Vertrauens. Meine Hand folgt den Konturen, die mein Auge auf der Vorlage wahrnimmt, während der Bildgrund verdeckt bleibt. Aus dieser Bewegung entsteht eine einzige, durchgehende Linie – eine Art Seismograf meiner Wahrnehmung. So trete ich in einen „stummen Dialog“ mit dem Motiv, der dem Zufall und der reinen Intuition Raum gibt und eine einzigartige, nicht reproduzierbare Basis schafft.

Ohne Titel, 2020

Acryl auf Leinwand, 100 × 100 cm



Die Blindzeichnung ist erst der Anfang. Nachdem die intuitive und zufällige Linienstruktur auf dem Bildgrund existiert, beginnt die zweite, bewusste Phase meiner Arbeit. Sehend greife ich zu Acrylfarben und arbeite die entstandene Form aus. In diesem Schritt verfeinere, betone und interpretiere ich die Linien. Die spätere farbliche Ausarbeitung reagiert auf diese intuitive Basis und verleiht ihr Tiefe und Kontext. Es entsteht ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen der unbewussten, rohen Energie der Skizze und meiner bewussten künstlerischen Gestaltung. Jedes Bild erzählt die Geschichte seiner Entstehung. Die anfängliche Linie trägt die Energie des Moments in sich, eine flüchtige Empfindung, die im Dialog mit der dargestellten Person entsteht.

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ACRYLBILDER

Struktur des Zufalls, 2024

Kordel, Textil und Acryl auf Leinwand, 50 × 50 cm


I AM DANCING IN THE SUN, 2025

Acryl auf Karton, 72 x 104 cm


THE BONDING BETWEEN LEONARD AND ME, 2024

Acryl, Kordel, Karton, 61 x 67 cm

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Lola, 2021

Acryl auf Leinwand, 20 × 30 cm

HONTE À TOI, 2024

Acryl und Öl auf Leinwand, 50 × 70 cm


Ohne Titel, 2020

Acryl auf Leinwand, 40 × 50 cm

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Ohne Titel, 2020

Acryl auf Leinwand, 70 × 70 cm

Destiny & Desperation, 2020

Acryl auf Leinwand, 70 × 70 cm

Czeslawa Kwoka.1928-1943, 2020

Aquarellstift, Acrylfarbe auf Leinwand, 70 x 70 cm


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Ohne Titel, 2021

Aquarellstift, Tusche, Acrylfarbe, Rotwein auf Karton,

50 x 50 cm




Ohne Titel, 2021

Aquarellstift, Tusche, Acrylfarbe, Rotwein auf Karton,

50 x 50 cm

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Auf der Suche, 2024

Acryl auf Leinwand, 120 x 160 cm

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Stummer Dialog, 2020

Acryl auf Leinwand, 100 × 100cm







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Me, Myself & Pipi, 2024

Gouache auf Leinwand, 99 x 138 cm

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Das letzte Abendmahl am Place de la Contrescarpe, 2024

Gouache, Acrylfarbe auf Leinwand, 120 x160 cm

Die Inspiration für dieses Werk entstand an einem warmen Sommerabend in Paris 2024, am Place de la Contrescarpe. Gemeinsam mit meinem Mann saß ich vor einer kleinen Bar, ein Glas Wein in der Hand, umgeben von der typischen Pariser Atmosphäre mit zahlreichen Cafés und Bars. Die angenehmen Temperaturen sorgten dafür, dass der Platz von Leben erfüllt war.

Im Zentrum der Szenerie befand sich eine Verkehrsinsel, auf der sich viele junge Menschen versammelt hatten, um zu essen, zu trinken und sich angeregt zu unterhalten. Inmitten dieser belebten Umgebung lag eine ältere, obdachlose Frau schlafend. Als sie erwachte, zog sie sich mitten auf dem Platz die Hose herunter und urinierte. Diese Situation wirkte einerseits befremdlich, andererseits aber auch authentisch und symptomatisch für gesellschaftliche Realitäten. Sie löste in mir ein Wechselbad der Gefühle aus – Mitgefühl, Traurigkeit, aber auch eine Abscheu.

Die Eindrücke dieses Abends beschäftigten mich so sehr, dass ich auf dem Heimweg mehrere Skizzen für mein geplantes Werk anfertigte. Die abgebildeten Gesichter – allesamt unbekannte Personen aus dem Internet – habe ich jeweils blind vorgezeichnet, während die Rückansicht der obdachlosen Frau aus dem Gedächtnis entstand, ebenfalls blind. Die Gestaltung des Platzes soll bewusst an ein Schachbrett erinnern, um zu verdeutlichen, dass im Leben, ähnlich wie beim Spiel, Sieg und Niederlage eng beieinanderliegen und ein einziger Fehltritt entscheidende Auswirkungen haben kann.

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Fucking Devil Inside, 2024

Gouache auf Leinwand, 150 x 150 cm

Wer kennt ihn nicht, diesen inneren Teufel?

Wir wollen gesünder leben, toleranter, mit uns im Reinen, klimabewusst, pflichtbewusst, ein guter Vater, eine gute Mutter, ein verständnisvoller Partner oder eine gute Freundin sein. Die Liste lässt sich endlos erweitern. Ausgangspunkt dieses Werkes war meine persönliche Auseinandersetzung mit meinen eigenen „inneren Dämonen“. Als Referenz diente ein Porträtfoto des Schauspielers Peter Lorre (1904–1964), berühmt durch seine Rolle des Kindermörders in Fritz Langs Filmklassiker M – Eine Stadt sucht ihren Mörder. Beeindruckt hat mich v.a. die Darstellung des Kindermörders von Lorre in seinem Schlussplädoyer. Peter Lorre spielt diesen Kindermörder, den die ganze Stadt, die Gesellschaft gerne tot sehen möchte so intensiv, verletzlich, sensibel, eindrücklich und authentisch. Vor allem vor dem historischen Hintergrund der beginnenden 1930er Jahre hat mich seine Darstellung besonders berührt. Im Plädoyer am Ende des Films wird deutlich, wie er kämpft und dennoch vor seinem inneren Teufel scheitert….

Zunächst fertigte ich eine Blindzeichnung von Peter Lorre an, um sein Wesen intuitiv einzufangen. Anschließend widmete ich mich der bewussten Ausgestaltung des Porträts. Die Farbwahl erfolgte ganz gezielt, ebenso die zart angedeutete Gefängnisbekleidung – ein Detail, das in der Fotovorlage nicht zu finden war, aber die innere Gefangenheit zum Ausdruck bringen soll.


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Ohne Titel, 2020

Acryl auf Leinwand, 30 × 40 cm

Ohne Titel, 2020

Acryl auf Leinwand, 30 × 40 cm

Ohne Titel, 2020

Acryl auf Leinwand, 30 × 40 cm








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SOMEHOW WE ARE ALL IMMIGRANTS, 2025

Edding, Tusche, Acryl auf Karton, 40 X 58 cm




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Starke Zeitleiste, 2025

Tusche auf Pappteller, ca. 20 x 100 cm

Funkenmariechen, 2025

Graphit, Acryl auf Leinwand, 21 x 60 cm

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FAMILIENAUFSTELLUNG, 2024

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Stan & Ollie, 2024

Acryl auf Karton, 160 x 80 cm


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Janus, 2023

Acryl- und Ölfarbe auf Leinwand, 60 x 60 cm



WHAT IF…?, 2024

Acryl auf Karton, 69 x 79 cm


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MIDLIFE CRISIS, 2025

Acryl und Tusche auf Stoff, 82 x 120 cm

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Die Fotografin, 2025

Acryl und Öl auf Karton, 107 x 78 cm

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U HAD THE CHOICE, 2024

Acryl auf Papier und Fotodruck, 112 x 84 cm

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Never Hide, 2024

Acryl auf Karton, 75 x 95 cm


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Wann sind wir wirklich wir selbst?, 2024

Gouache, Acrylfarbe auf Leinwand, 120 × 90 cm

(Text: Alba de Cespedes, Das verbotene Tagebuch, 1957)


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Serie SOMA*



Transzendenz des Ego, 2026

Acryl auf MDF, Papiercollage, 120 × 90 cm

SOMA*

Inhaltlich inspiriert hat mich die persönliche Auseinandersetzung mit der Veränderung des Körpers in den Wechseljahren. Die Vorlagen für Blindzeichnungen der Frauen in meinen Bildern sind ebenfalls Fotos aus dem Netz. Hierbei habe ich bewusst sehr beleibte und feminine Vorlagen herausgesucht.

Auch wenn nicht alle Frauen in der Menopause von einem veränderten Körper betroffen sind in Form von Verschwinden der Taille, schlafferes Bindegewebe sowie insgesamt mehr Körperfülle, so sind es doch sicherlich sehr viele. In einer Kultur, die Jugend besonders hoch bewertet, kann das den Selbstwert und das Körperbild belasten. Die Herausforderung besteht dann nicht nur darin, Symptome auszuhalten, sondern auch das eigene Selbstverständnis neu zu stabilisieren.

Kann ich eine Haltung von Selbstakzeptanz gewinnen? Kann ich den veränderten Körper als Ausdruck eines natürlichen Lebensverlaufs verstehen und ihn damit liebgewinnen?

Ein Gorilla kann unwichtige Reize aus der Umwelt ausblenden. Er besitzt ein tiefes, angeborenes Urvertrauen und braucht keine Bestätigung von außen, um im Hier und Jetzt zu sein. Ein Gorilla existiert einfach in seiner reinen Präsenz, er sucht keine Anerkennung von der Welt, um seinen eigenen Wert oder seine Existenz zu spüren.

Der „Gorilla-Blick“ als ruhige, nicht wertende Präsenz – lässt sich gut mit dem Konzept der Ego-Transzendenz verbinden. Dabei geht es nicht darum, das Ego zu zerstören, sondern seine Dominanz zu relativieren, d.h. nicht du bist die Stimme, die bewertet, ob du zu dick und damit nicht mehr begehrenswert bist. Es ist vielmehr dein Bewusstsein, das diese Gedanken wahrnimmt. Der „Gorilla“ steht hier sinnbildlich für ein Wesen, das nicht ständig in sozialem Vergleich lebt. Übertragen auf den Menschen heißt das, das Ego entsteht stark aus Spiegelung. Wie sehe ich aus, wie werde ich gesehen, entspreche ich Normen? Ego-Transzendenz bedeutet hier, diese Bewertungen als Konstrukte zu erkennen – nicht als Wahrheit.

*altgriechisch, Körper, Leib; Wiktionary


Strandschönheit, 2026

Acryl, Kohle, Collage auf Leinwand, 30 × 40 cm

In den Wechseljahren erleben Frauen eine doppelte Verschiebung. Durch die körperlichen Veränderungen nimmt häufig gleichzeitig die Sichtbarkeit und Bestätigung von außen ab. Das Ego kann dann darauf mit Verlustgefühlen reagieren, weil es lange stark über äußere Rückmeldung definiert war. Ego-Transzendenz bietet hier eine Alternative, indem wir den Wert nicht primär aus externer Wahrnehmung ziehen, vielmehr den Fokus vom „Gesehen werden“ verschieben hin zu „Erleben“. Das Ego fragt: Wie wirke ich? Der Gorilla fragt: Was erlebe ich gerade?

Der „Gorilla-Blick“ ist also ein trainierter Zustand von Wahrnehmen, ohne zu bewerten.

Mädels, lasst uns Gorillas sein und erleben!

SOMA

Na, und?, 2026

Tusche auf Leinwandkarton, 20 × 20 cm

Freiheit, 2026

Tusche auf Leinwandkarton, 20 × 20 cm

Ohne Titel, 2026

Tusche auf Leinwandkarton, 20 × 20 cm

UNTER WASSER

Thematisch inspiriert durch die Veränderungsprozesse in den Wechseljahren ist die Serie UNTER WASSER entstanden.

Die Wechseljahre sind eine Zeit des Übergangs in einen völlig neuen Lebensabschnitt, in der sich Identität, Selbstbild und Lebenssinn neu ordnen. Sie markieren oft das Ende einer Phase, die stark von Fruchtbarkeit, Fürsorge und sozialer Erwartung geprägt war und eröffnen zugleich die Möglichkeit, sich unabhängiger von äußeren Rollen neu zu definieren.

In dieser Zeit wird die Frau nicht nur mit der Frage konfrontiert, wer sie jenseits ihrer reproduktiven Funktion sein möchte. Diese Phase kann als Verlust erlebt werden, aber auch als Befreiung von Erwartungen, die lange das Leben strukturiert haben. Genau darin liegt ihr existenzieller Gehalt: Sie zwingt zur Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Körperlichkeit und der eigenen Selbstdeutung. Kann ich eine Haltung von Selbstakzeptanz gewinnen? Kann ich den veränderten Körper als Ausdruck eines natürlichen Lebensverlaufs verstehen und ihn damit liebgewinnen?

Dabei hilft es, weniger den Blick nach außen zu richten, sich von Erwartungen lösen, um mehr Klarheit nach innen zu gewinnen und damit authentischer werden.

Warum habe ich mich für das Element Wasser entschieden? Ich war auf der Suche nach einem Motiv für die Veränderungsprozesse in den Wechseljahren. Das Element Wasser schien mir hierfür das Geeignete.

Philosophisch lässt sich diese Unterwasserwelt als Zwischenreich lesen – ein Schwellenraum zwischen sichtbarer Oberfläche und unsichtbarer Tiefe. In diesem Zwischenraum geraten feste Identitäten ins Fließen.

Mit dieser Serie sind Blindzeichnungen von Frauen im (am) Wasser entstanden, deren Vorlagen Fotos aus dem Netz waren. Jede einzelne Frau befindet sich aufgrund ihrer Körperhaltung in einem anderen Bewusstseinszustand. Sie zeigen sich im Werden, im Übergang, im vorsichtigen Erproben neuer Möglichkeiten. Ihre Verletzlichkeit wird nicht versteckt, sondern verwandelt sich in eine andere Form von Stärke: die Fähigkeit, sich von Strömungen berühren zu lassen, ohne sich in ihnen zu verlieren. Wir begegnen den Frauen in einem Element, das zugleich trägt und verwandelt. Körper und Bewegungen werden leichter, freier, unabhängiger von Schwerkraft und Blicken von außen. Das Wasser wird so zu einem Raum radikaler Innerlichkeit, in dem jede Figur bei sich ankommt, statt sich an Erwartungen zu orientieren. „Unter Wasser sein“ bedeutet hier nicht zu ertrinken, sondern anders zu atmen: in Kontakt mit verborgenen Schichten der eigenen Stärke, Verletzlichkeit und Sehnsucht.

Am Wasser, 2026

Öl auf MDF-Platte (Platte Fundstück)

Die Frauen erscheinen als Wesen im Übergang – nicht gefesselt, sondern im Werden – und machen sichtbar, dass echte Freiheit oft dort beginnt, wo wir die Oberfläche hinter uns lassen. Die Schwerkraft verliert ihre Macht, Bewegungen werden langsamer, tänzerischer, weniger von Zweck und Effizienz bestimmt. So entsteht ein Raum, in dem die Figuren sich nicht mehr als „Objekte im Blick anderer“ erfahren, sondern als eigenständige Wesen, die ganz bei sich sind.

Das Wasser wird zu einem Medium der Befreiung. Es dämpft die Stimmen von außen, die Urteile, die Rollenbilder – und verstärkt zugleich das leise Sprechen des eigenen Inneren. Die Frauen sind nicht Opfer eines Elements, sondern jene, die mit ihm im Einverständnis sind, die in dieser fremden Umgebung ihre eigene Sprache von Körper und Geste finden. „Unter Wasser sein“ bedeutet hier nicht zu ertrinken, sondern anders zu atmen: die eigenen Grenzen nicht als starre Mauern zu erleben, sondern als durchlässige Membran, durch die neue Erfahrungen eintreten dürfen. So erzählt die Bilderserie von einem positiven, offenen Begriff von Freiheit. Freiheit erscheint nicht als heroischer Aufbruch nach außen, sondern als stiller, radikaler Akt nach innen: die Chance, uns selbst in der Tiefe zu begegnen. Die Frauen unter Wasser verkörpern ein Selbst, das nicht mehr gegen die Welt ankämpft, sondern mit ihr in Resonanz tritt – ein Selbst, das gerade im Eintauchen zeigt, wie viel Kraft darin liegt, die Oberfläche bewusst hinter sich zu lassen.

Das Auftaktbild zu dieser Serie zeigt zwei Frauen mit Katze am Wasser. Der Betrachter darf hier entscheiden, ob diese beiden den Veränderungsprozess der Menopause bereits hinter sich haben und so gelassen dem Treiben der Frauen unter Wasser zusehen. Vielleicht stehen sie aber auch erst am Anfang des Entwicklungsprozesses und sind unsicher, ob sie sich auf diesen einlassen wollen.

Ich möchte Frauen ermutigen, die Menopause nicht als Mangel, sondern vielmehr als chancenreichen Umbruch zu sehen. Das bedeutet, sich auf einen Entwicklungsprozess einzulassen, in dem ich mich mit Unsicherheit, Abschied und Neuwerdung auseinandersetze und loslasse, anstatt Vergangenes festzuhalten. Wenn dieser Übergang bewusst durchlebt wird, kann darin die Chance zur Selbstprüfung, Abgrenzung und Neuorientierung liegen.


UNTER WASSER

AUFBRUCH, 2026

Acryl, Collage auf Leinwand, 80 × 80 cm

KLARHEIT, 2026

Acryl auf Leinwand, 80 × 80 cm


MUT, 2026

Acryl auf Leinwand, 80 × 80 cm

SCHWERELOS, 2026

Acryl auf Leinwand, 80 × 80 cm

COLLAGEN

Endlichkeit, 2024

20 x 20 cm

Affären, 2024

20 x 20 cm

Suppenkasper, 2024

20 x 20 cm

Menschen, 2024

20 x 20 cm

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Ohne Titel, 2024

20 x 20 cm


Seele, 2024

20 x 20 cm


SCHICK-SALE, 2020

15 x 20 cm

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Flowers for the Lady, 2024

20 × 20cm

Voyeur, 2024

20 ×20cm

Liebe ist nicht nur Gefühl, 2024

20 × 20cm

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Innen – Außen, 2023/2024

30 x 30 cm, Leinwand, Papier, Acryl, Aquarell, Filzstift

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Falsch verstanden, 2021

ca. 40 × 90 cm

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DIVERSES

Baukasten Osterhase, 2025

Tusche auf Leinwand, 40 x 50 cm





Legehenne, 2025

Öl und Acryl auf Leinwand, 30 × 30cm



Geist sei still!, 2025

Acryl auf Leinwand, 20 × 20 cm

Hier liegen keine Blindzeichnungen zugrunde.

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Sehnsucht, 2025

ca. 50 × 60 cm


Familiengeschichten, 2025

Acryl auf Holzfaser, 80 × 80 cm

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Ohne Titel, 2020

Materialmix auf Leinwand, 100 × 100 cm





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ABOUT ME

Als Kind der siebziger Jahre bin ich in Gießen an der Lahn, Hessen, aufgewachsen. Dort absolvierte ich ein Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Kunstpädagogik und war über viele Jahre als Grundschullehrerin tätig. Im Anschluss sammelte ich wertvolle Erfahrungen in der Lehrerweiterbildung. Seit 2019 lebe und arbeite ich in Aschaffenburg.

Die Kunst ist ein zentraler Bestandteil meines Lebens und begleitet mich seit jeher. Schon früh fand ich in der Malerei und im Zeichnen eine Form des Ausdrucks. Nun widme ich mich ganz der Kunst, die mir Kraft und Energie schenkt.

Obwohl sich meine Ausdrucksformen im Laufe der Zeit gewandelt haben, bleibt der Mensch als Individuum stets Mittelpunkt meines Schaffens – und damit auch die Auseinandersetzung mit meiner eigenen Persönlichkeit. Die Komplexität des Menschen fasziniert mich besonders; jeder besitzt seine eigene Wahrheit, Logik und Gefühlswelt.

Als freischaffende Künstlerin in Aschaffenburg widme ich mich mit großer Leidenschaft der experimentellen Technik der Blindzeichnung. Neben der Malerei gestalte ich auch Collagen, die mein Portfolio ergänzen.

© Kati Blumenstein 2026 - Alle Rechte vorbehalten.





AUSSTELLUNGEN

2023

Museumsnacht Aschaffenburg (E)*

Kunstraum EI Aschaffenburg „Gefühlte Gesichter“ (E)

Kunstraum EI Aschaffenburg "Das kleine Format" (G)

2024

BOTTEGA DI NICOLA Aschaffenburg (E)

CESTINO DI CARMEN Aschaffenburg "UPWÄRTS" (E)

PODIUM 30A Aschaffenburg "Aus der Hüfte" (G)

2025

Martinushaus Aschaffenburg Zontafrauen (G)

Main Art Kunstmesse Aschaffenburg (G)

MONOCHROM Aschaffenburg "WHAT'S GOING ON?" (E)

Kirchner-Kultur-Küche Aschaffenburg "Vom Abbild zur Abstraktion" (G)

Kunstraum EI Aschaffenburg "Das kleine Format" (G)

*Einzel- (E) und Gruppenausstellungen (G)

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Kontakt & Dialog

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Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören. Folgen Sie mir auch auf meinen Social-Media-Kanälen, um über neue Werke und Ausstellungen informiert zu sein.

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Kati Blumenstein

Foto © Stefan Gregor (fotografie-gregor.de)




Inhalte mit KI-Unterstützung Chat GPT, Perplexitiy teilweise generiert (2025, 2026)

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