Wir wollen gesünder leben, toleranter, mit uns im Reinen, klimabewusst, pflichtbewusst, ein guter Vater, eine gute Mutter, ein verständnisvoller Partner oder eine gute Freundin sein. Die Liste lässt sich endlos erweitern. Ausgangspunkt dieses Werkes war meine persönliche Auseinandersetzung mit meinen eigenen „inneren Dämonen“. Als Referenz diente ein Porträtfoto des Schauspielers Peter Lorre (1904–1964), berühmt durch seine Rolle des Kindermörders in Fritz Langs Filmklassiker M – Eine Stadt sucht ihren Mörder. Beeindruckt hat mich v.a. die Darstellung des Kindermörders von Lorre in seinem Schlussplädoyer. Peter Lorre spielt diesen Kindermörder, den die ganze Stadt, die Gesellschaft gerne tot sehen möchte so intensiv, verletzlich, sensibel, eindrücklich und authentisch. Vor allem vor dem historischen Hintergrund der beginnenden 1930er Jahre hat mich seine Darstellung besonders berührt. Im Plädoyer am Ende des Films wird deutlich, wie er kämpft und dennoch vor seinem inneren Teufel scheitert….